Farbenfrohe Darstellung eines Gehirns, symbolisch für Denkweise und Mindset, thematisiert im Artikel über die Schaltzentrale Gehirn und die Bedeutung der Denkweise auf healthmonkeys.de.

Meine Denkweise – die Schaltzentrale Gehirn

Unsere Gedanken und unser Körper sind eng miteinander verbunden. Das ist heutzutage eine Aussage, die sicher jeder schon einmal gehört hat. Unsere Gedanken, Emotionen und Überzeugungen können einen signifikanten Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit haben. Genauso gilt dies andersherum – körperliche Gesundheit hat einen großen Einfluss auf unsere psychische Stabilität. Kontinuierliche Sorgen oder negative Gedanken können zu körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Schlafstörungen führen. Im Gegenzug kann eine positive Einstellung unserer körperlichen Gesundheit zugutekommen. Studien zeigen, dass Personen, die eine optimistische Haltung und positive Denkweise haben, weniger wahrscheinlich chronische Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes oder Depressionen entwickeln. Das Verständnis für den Einfluss unserer Gedanken und Überzeugungen auf unsere Gesundheit ist entscheidend, und wir können unser geistiges und körperliches Wohlbefinden durch bewusstes und positives Denken verbessern.

Im Umkehrschluss kann eine positive geistige Grundhaltung sehr schwierig zu erlangen sein, wenn man mit körperlichen starken Symptomen und/oder Krankheiten zu kämpfen hat. Da sich beides gleichzeitig einander bedingt, ist es aber immer und zu jedem Zeitpunkt sinnvoll an seiner Denkweise – seinem Mindset – aktiv zu arbeiten. Oft ist dies sogar der größte Hebel, den wir haben und leider wird dieser unserer Erfahrung nach meistens erst viel zu spät in einer Genesungsreise angegangen.

Jeden Tag 1% besser werden – baue dir deine Basis auf

Symbolbild für Wachstum und Denkweise: Ein Bonsai-Baum und ein wachsendes Balkendiagramm, thematisiert im Artikel über die Denkweise und das Gehirn als Schaltzentrale auf healthmonkeys.de.

Viele Menschen wünschen sich nichts sehnlicher als sich schnell wieder gut zu fühlen. Das können wir nur zu gut nachvollziehen. Leider folgt aus diesem Wunsch des Öfteren eine sehr kontraproduktive Verhaltensweise. Man neigt dazu eine Reihe von Maßnahmen aneinanderzureihen, ohne richtig zu prüfen, was einem das Ganze bringt oder eben nicht bringt. Daher ist es so enorm wichtig zu verstehen, dass kontinuierliches Arbeiten an dem eigenen Mindset sich erst mit der Zeit exponentiell bemerkbar macht. Exponentielles Wachstum ist für viele nicht vorstellbar. Sie erwarten unserer Erfahrung nach eher eine lineare Besserung ohne Rückschritte. Tatsächlich aber solltest du dir deine Reise eher in unsteten Wellenbewegungen vorstellen. Die Wellen haben mal größere Ausschläge nach oben und nach unten, bewegen sich aber wie eine Aktienkurve über einen langen Zeitraum stetig weiter nach oben, sofern du kontinuierlich dranbleibst und nicht immer wieder deine grundsätzliche Herangehensweise änderst.

Wenn du jeden Tag nur 1% besser wirst, in dem was du tust, dauert es zwar eine ganze Weile, bis sich der Effekt das erste Mal so richtig bemerkbar macht, aber bleibst du dran, wird der Effekt sich nach hinten heraus immer schneller entwickeln. Du erreichst mit der „Dranbleiben“-Strategie eine nachhaltige Basis, die stetig weiterwächst. Selbst bei Gegenwind fällst du damit nicht einfach auf null zurück, sofern du deiner Strategie treu bleibst.

Exponentielles Wachstum bedeutet, dass du mit dem ersten Schritt startest und den zweiten Schritt bereits auf die Basis des ersten Schrittes draufsetzt. Den dritten Schritt setzt du auf die Basis des zweiten und nicht des ersten Schrittes usw. Du vergrößerst mit jedem Tag deine Basis! Hast du bereits 10 Schritte nach vorne gemacht und setzt den 11 Schritt, setzt dieser nicht auf deinen ersten, sondern deinen 10 Schritt auf! Prozentual betrachtet ist der 11 Schritt natürlich ein viel größerer im Verhältnis als der Erste. Und genau darauf kommt es bei Lebensstiländerungen an! Es braucht konstanten, kontinuierlichen Wandel in die richtige Richtung. Der Anfang dabei ist mühsam, aber nach einiger Zeit geht es dann immer schneller voran. Man kann sich das vorstellen, als würde man ein riesiges Rad in Schwung versetzen. Rollt es erst einmal richtig, dann ist es unaufhaltbar. Unglücklicherweise gilt das auch für ein Rad, welches du in die falsche Richtung schiebst, mit für dich schlechten Gewohnheiten. Seine Gewohnheiten lassen sich immer wieder ändern, aber du startest eben beim ersten Schritt.

Bunte Treppe, die einen schrittweisen Ansatz symbolisiert, bei dem jeder Schritt auf den vorhergehenden aufbaut und einen exponentiellen Effekt erzeugt.

So einfach ist das? Warum macht das dann nicht jeder?

Das ist eine berechtigte Frage und die ist unter anderem mit unserem archaischen Gehirn zu erklären. Oder mit einem einfachen Satz: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“. Alles, was zunächst anders ist als wir es bisher gemacht haben, nimmt unsere Amygdala als Gefahr und damit als Stressor war. Die Hürde für uns etwas zu ändern, ist riesig, beängstigend und vor allem eins: anstrengend. Daher ist es auch sinnvoll sich immer nur eine Sache vorzunehmen und mit dieser zu starten. Die neue Gewohnheit gilt es dann ca. 90 Tage gegen jeden Widerstand durchzuziehen, denn dann ist sie laut Wissenschaft zu einer neuen Gewohnheit geworden und wir brauchen keine aktive Willenskraft mehr, um bei der Stange zu bleiben. Da Willenskraft wie ein Muskel funktioniert und schnell erschöpft, wenn man viele Dinge gleichzeitig mit seiner reinen Willenskraft durchsetzen möchte, ist es sinnvoll sich auf die eine wichtigste Sache für sich zu konzentrieren. Und das große Ziel in viele kleine Einzelschritte zu zerlegen. Es geht also darum die Leiter nicht direkt bis nach oben zu klettern, sondern jede Stufe sorgsam in seine Gewohnheiten zu integrieren. Wichtig ist es dann jede erklommene Stufe so richtig zu feiern. Möglichst mit etwas, dass unser Ziel nicht gleich wieder torpediert. Unser Gehirn liebt Erfolgserlebnisse und wenn du diese entsprechend würdigst, dann fühlt es sich darin bestätigt, hieran anzuknüpfen.

Die richtige Art sich Ziele zu setzen, führt auch zu herausragenden Ergebnissen

Ok, denkst du dir, ich habe das Ziel abzunehmen. Ich mache mir einen Essensplan und einen Trainingsplan und integriere hier kleine Zielkorridore – meine Stufen. Die typischen Pläne geben vor, dass man wöchentlich oder monatlich „x“ kg abnimmt und „x“ Kalorien zu sich nimmt. Und dann muss man sich einfach nur daran halten.

Vielleicht hast du das in einem ähnlichen Kontext schon mal probiert und es hat nicht funktioniert. Oder es hat initial funktioniert und dann bist du wieder in deine alten Muster gefallen. Wieso ist das so? Weil das Ziel als solches so vage formuliert ist und es unfassbar viel Willenskraft kostet darauf hinzuarbeiten. Es ist nämlich für dein emotionales Selbst nicht greifbar, es motiviert dich nicht nachhaltig. Für dein Gehirn ist das ein wenig so, als würdest du nach Rom fahren wollen, hast aber weder eine Vorstellung davon, wie Rom aussieht, noch wo es konkret liegt und du kennst schon gar nicht den Weg dorthin. Wie willst du also je dort ankommen? Und wärst du dann überhaupt motiviert dort hinzugelangen? Vermutlich nicht.

Zudem hat das Ziel abnehmen, selbst wenn man es mit einer konkreten Gewichtszahl versieht, ein weiteres Problem. Bist du am Ziel, ist deine Motivation diesen Zustand zu halten, in der Regel sehr begrenzt. Denn dein Ziel ist erreicht. Bei der unkonkreten Formulierung „Ich möchte abnehmen“, kann dein Gehirn das Ziel schon als erreicht ansehen, wenn du das erste Mal auf der Wage weniger wiegst als üblich. Denn dann hast du rein faktisch abgenommen!

Menschen tendieren leider dazu, sehr schnell in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, weil es für ihr Gehirn nach Erreichen eines Zieles keinen Grund gibt, die Anstrengungen weiter auf sich zu nehmen. Dich besiegt dann salopp formuliert dein innerer Schweinehund. Wir nennen ihn lieber den kleinen inneren Monkey (zu deutsch Affe). Dieser setzt sich wie ein beleidigtes Kind hin und flüstert dir ein, dass du ja alles gemacht hast, um ans Ziel zu kommen und hier jetzt weiterzumachen viel zu anstrengend ist. Gegen den kleinen Monkey kämpft unser bewusstes Selbst an. Unser bewusstes Selbst sind direkt wir mit unseren Zielen und Wünschen – unser aktives Denken. Dieser Kampf zwischen den beiden, ist in der Regel aussichtslos und führt zudem zu hohem Stress Empfinden. Umgehen kannst du diesen Kampf mit deinem Betriebssystem. Dieses schafft den Rahmen in dem sich sowohl der kleine Monkey als auch dein bewusstes Selbst bewegen. Da unser Betriebssystem, wenn richtig eingestellt, praktisch automatisiert abläuft, wird es vom Monkey nicht so einfach überschrieben werden. Der Monkey nimmt es wie ein kleines Kind hin, dass es diese erlernte und anerkannte Regel gibt. Das Betriebssystem enthält – neben einigen anderen wichtigen Parametern – unsere Gewohnheiten. Diese haben wir im Grunde von unseren Eltern und auch von unserem direkten Umfeld adaptiert. Wenn du es richtig anstellst, lässt sich das Betriebssystem so anpassen, dass sowohl der kleine Monkey als auch unser bewusstes Selbst damit einverstanden sind.

Um sein Betriebssystem ändern zu können, bedarf es einer großen Vision für seinen persönlichen Lebensentwurf. Setze dich hin und schreibe ganz konkret auf, wie du dir dein Leben vorstellst und skizziere eine Woche dieses erwünschten Lebens, und zwar ganz konkret auf Papier. Je konkreter du das macht und je konkreter du dazu aufschreibst, wie du dich fühlst, wie du agierst, desto nachhaltiger ist das später für deine Motivation.

Warum soll ich mir das gleich für mein ganzes Leben vorstellen, fragst du dich vielleicht? Weil du am Ende alles, was du tun möchtest, in der Regel anstrebst, um für dich ein besseres Leben zu haben. Du versprichst dir etwas von deinen Einzelzielen und das hat immer etwas mit deinem Wunsch nach deinem Bild von dir selbst und deinem Leben zu tun. Du kannst diese große Vision für alle deine Ziele anwenden: egal ob es um Gesundheit und Fitness, die Karriere, die finanzielle Freiheit, deine Partnerschaft und Freundschaften geht. Alles, was du tust, tust du für dich und für ein schönes Leben, so wie du dir das vorstellst. Du hast es nur noch nie konkret in deine persönliche Geschichte gepackt.

Noch nachhaltiger wird deine Motivation, wenn du dir neben deiner gewünschten Zukunftsvision eine Antivision aufmalst. Der Punkt ist unabdingbar, also zücke Stift und Papier. Was willst du auf keinen Fall und was wäre das allerschlimmste, wenn du das jeden Tag tun oder fühlen müsstest. Auch hier gilt, konkretisiere das so gut wie eben möglich. Du solltest verdammt gut wissen, was du in deinem Leben eben nicht willst.

Vielleicht merkst du es gerade schon, was du eigentlich machst, wenn du eine Vision und eine Antivision aufzeichnest: Du erschließt dir damit deinen persönlichen Weg nach Rom. Denn du kannst im darauffolgenden bei allem, was du tust, immer überlegen und auch überprüfen, ob es dich in die Richtung zu deiner Vision – also nach Rom – bringt oder näher an deine Antivision heran. Du wirst dich damit viel leichter tun die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn du weißt jetzt, wofür du etwas machst und wohin du damit willst. Und es fällt dir viel leichter vermeintlich schwere Dinge zu tun. Hast du diesen Abgleich nicht, wirst du ziellos mit deinen Vorhaben umherirren und es unfassbar schwer haben, dafür ausreichend Willenskraft aufzubringen.

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